Archiv des Autors: Marcel

Besuch bei den Koorawatha Falls

Ich und meine Reisepartner vor den Falls  :D

Ich und meine Reisepartner vor den Falls 😀

Nachdem wir uns auf den Weg Richtung Orange/Bathurst gemacht hatten, entdeckten wir auf der Straße ein Schild, auf dem „Koorawatha Falls“ stand. Wir entschieden uns, diese anzugucken und erwarteten nichts Großes. Jedoch empfing uns nach 2 km Fußmarsch ein großer, schöner Wasserfall mit einem Becken zum drin Schwimmen. Wir kühlten uns nach dem Fußmarsch bei (24°C) erstmal ab und kletterten zum höchsten Punkt des Wasserfalls, um einen besseren Überblick über die wunderschöne Landschaft zu erhaschen. Es gelang uns zum Glück, und wir genossen herrliche Stunden bei den Koorawatha Falls. Danach fuhren wir weiter in Richtung Orange und spontan zum Lake Wyangan. Ein sehr schöner See, den wir allerdings erst nach einer heftigen Serpentinenfahrt  erreichten, wozu wir unser Auto sehr quälen mussten. Doch das Fahren lohnte sich. Ich sah zum ersten Mal in Australien ein lebendiges Känguru, und nicht nur eines, sondern gleich eine ganze Herde. Das war wirklich ein toller, erlebnisreicher und anstrengender Tag, und erst gegen Abend erreichten wir die Stadt Bathurst ( ca. 40 km von Orange). Nachdem wir alle gemerkt hatten, wie kaputt wir vom Tag waren, entschieden wir uns, die Nacht über hier zu bleiben und suchten nach einem geeigneten Platz zum Schlafen. Also eine weitere Nacht im Freien, in der Nähe des Macquarie River.

Dritte Nacht im Freien geschlafen :P

So langsam gewöhne ich mich an die Nächte im Zelt, und da wir ja immer weiter nach Norden fuhren, wurde es auch nachts immer wärmer.:) Morgens gab es erstmal einen frischen, selbstgemachten Salat, danach ein bisschen Sport (skateboarden und spazierengehen) und um 7 Uhr fing ich dann an, mein Pop-up-Zelt (ein Zelt, das sich selbst aufbaut, sobald man es wirft) zusammenzubauen. Das ist echt schwieriger als man denkt, aber so langsam kriege ich den Kniff raus, das Zauberwort heißt „Eindrehen“ 🙂 ) Dann ging es auch schon weiter… Heutiges Hauptziel: Farmwork suchen und finden, Nebenziel – falls kein Job auffindbar ist – dann die Stadt Orange anfahren. Also viel Englisch reden und selbstbewusst auftreten. 🙂 Und wenn alle Stricke reißen, die „armen, hungernden“ Backpacker schauspielern. 🙂 Irgendetwas werden wir schon finden 🙂 Sonst gibt es ja noch „Gumtree“, das ist hier so eine Internetseite für Jobsuchende, auf der jeden Tag neue Jobs angepriesen werden. Jedoch bedeutet das: viel schreiben und telefonieren. Da finde ich, persönlich ansprechen, leichter. 🙂

 

Auf geht’s nach Young :)

Als wir am nächsten Morgen erfuhren, dass der Hostelbesitzer uns immer noch keine Arbeit bieten konnte, entschlossen wir uns weiterzufahren. Also alles ins Auto und ab gen Norden. Ein wirkliches Ziel hatten wir alle drei nicht, nur alle den gleichen Gedanken im Kopf „ Wir möchten arbeiten und Geld verdienen, um später reisen zu können“. Also machten wir uns auf und fuhren in die ca. 200 km entfernte Stadt „Young“. Als wir dort um 21 Uhr ankamen, setzten wir uns erstmal auf den Parkplatz, wo wir campieren wollten ( wieder nahe eines Flusses, ohne WiFi) und spielten Karten. 🙂 Um 22 Uhr gingen wir dann schlafen, ich in mein Zelt und die beiden ins Auto. Mal gucken, wie diese Nacht so wird… Eines weiß ich auf jeden Fall:  Morgen um 7 Uhr aufstehen und in der Umgebung Farmen anfahren, um die netten Farmer zu fragen, ob sie nicht einen Job für drei „arme, hungernde“ Backpacker hätten ( so kriegt man bestenfalls  in Australien „free accomodation & einen Job ). 🙂 Falls es nicht klappen sollte, fahren wir weiter in die nächste Stadt und suchen Arbeit. Immer nach Nordosten, Richtung Küste, Meer, Sonne und Strand. 🙂

Besuch im Nationalpark

Als wir morgens aufwachten, entschieden wir uns, bei dem tollen Wetter (26°C) in den nahe gelegenen Cocoparra Nationalpark zu fahren. Also Sachen gepackt und los! Auf dem Weg dorthin wurden wir Zeuge eines kleinen Feuers auf dem MacDonalds Parkplatz ( ein Truck brannte und die Flammen griffen auf nahe gelegene Bäume und Sträucher über). Aber wir umfuhren dieses schnell. Danach ging es auf der State Route 94 Richtung Nationalpark. Stimmung im Auto super, gutes Wetter, viele Themen und ganz viel Landschaft zum Anschauen. 🙂 Nach einer halben Stunde Autofahrt (schon -15 Minuten, weil wir uns verfahren haben, haha) kamen wir dann endlich an. Wir entschieden uns dafür, den Mount Bingar zu besichtigen und maschierten los. Gleich nach der ersten Kurve waren wir wirklich erstaunt, in welch wundervolles Tal wir gekommen waren. Wir machten sehr viele Fotos und bestiegen verschiedene Berge, um auch wirklich die besten Fotomotive zu erwischen. Nach einer Stunde wandern waren wir dann oben auf dem Mount Bingar und genossen von dort die schöne Aussicht und die Sonne. Wir nutzten die Pause, um ordentlich Wasser zu trinken ( bei der Hitze sind kleine Anstrengungen schweißtreibender als man denkt ). 🙂 Zum Abschluss fuhren wir dann noch einmal 45 Minuten lang zum Lake Wyagan, da wir hofften, noch ein bisschen schwimmen gehen zu können. Als wir jedoch dort ankamen, war zwar die Umgebung sehr schön und auch das Wasser lauwarm, aber in den See lockte es uns trotzdem nicht^^. Im Hostel wieder angekommen kochte ich mir erstmal eine Delikatesse ( endlich mal Fleisch neben Pasta, Salat, Obst, Gemüse und Reis) :). Ich legte mich geschafft vom Tag ins Bett und ruhte ich mich erstmal aus.

Endlich angekommen im Nationalpark

 

Am Abhang

 

 

 

 

gute Laune 😀

Wieder Sonne :)

Wir wachten gegen 10:30  Uhr auf und vernahmen einen ziemlichen Lärm draußen. Wir machten uns fertig, frühstückten und zogen los, um zu gucken, was draußen vor sich ging. Als wir zu einem Sportplatz kamen, auf dem ein Hockeyspiel im Gange war, entschieden wir uns, zu bleiben. Es lief gute Musik, und am Spielfeldrand saß es sich sehr bequem in der Sonne. In der Halbzeit kam es fast zu einer Schlägerei zwischen den beiden Teams (angeblich ein Foul^^), aber das Missverständnis wurde schnell geklärt, und die Cheerleaderinnen versüßten uns für 10 Minuten die Zeit. IMG_2449IMG_2453Danach sahen wir noch diese Vögel, bei denen wir uns nicht sicher sind, ob es Papageien sind oder ob es sich um eine andere Vogelart handelt. 🙂 (Hilfe bitte ! ) ;D Abends spielten wir noch gemütlich Karten und gingen dann schlafen.

Regen in Australien :0

Um 6:00 Uhr klingelte heute der Wecker. Wir dachten, es würde nun zur Arbeit gehen. Aber da es regnete, fiel die Arbeit heute aus. Ich wusch erstmal meine Klamotten für 3 AUD und ging danach bei Regen die Stadt erkunden. Ich ging was einkaufen, zur Bank und traf Max, einen deutschen Freund, der zufälligerweise auch in Griffith in einem Hostel untergekommen war. Nachdem ich beim „Freestuff“ im Hostel ein Skateboard gefunden hatte, vergnügte ich mich den restlichen Tag mit Skateboarden, Leute kennenlernen, Reiserouten planen, Sport treiben und Werkzeuge kaufen^^. Und so ging es auch die nächsten zwei Tage 😛

Mein neues Werkzeug ^^

Mein neues Werkzeug ^^

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Ich mit meinem neuen Begleiter ^^

 

Der zweite Job beginnt morgen :)

IMG_2412[1]Nachdem ich durch mehrere Anrufe den Hostelbesitzer dazu gebracht hatte, dass er anstatt nur zwei auch uns alle  drei aufnimmt, bezahlten wir für eine Woche Working-Hostel und checkten ein. Sehr geräumige Küche, viele nette Leute und morgen ab 6:30 Uhr schon die erste Arbeit: Fruitpicking, pro Weinrebe 5 Cent. Also muss ich schnell und gut arbeiten, um mein Gehalt hochzuschrauben. Mal schauen wie es wird… 🙂

Angekommen in Griffith

IMG_2403Nach einer weiteren unangenehmen Nacht im Zelt stellten wir fest, dass wir direkt neben einem Wespennest geparkt hatten (es war Nacht, wir hatten nichts gesehen^^) und ich mitten auf einem Ameisennest gecampt hatte. Ich hatte Glück, sie kamen nicht ins Zelt und von den Wespen wurde ich auch nicht gestochen. Nach einem ausführlichen Frühstück fuhren wir zu unserem Hostel. Jedoch ist am Sonntag erst ab 14 Uhr Check-In. Also gingen wir ins Schwimmbad, um uns erstmal richtig zu duschen und die Wartezeit gut zu überbrücken (5,50 AUD Eintritt für den ganzen Tag). Wenn wir aus irgendeinem Grund doch keinen Job in Griffith bekommen sollten, nahmen wir uns vor, weiter nach Nordosten zu fahren. 🙂 (da ist es viel wärmer). Mal schauen, was der Tag so bringt … 🙂

Letzer Tag auf der Farm

Mein/unser erster Gehalt :D

Mein/unser erstes Gehalt 😀

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Am nächsten Tag ging es erst um 13:30 Uhr  weiter mit der Arbeit. Davor saßen wir alle lesend in unserer Hütte. Ich began mit dem Buch „Songlines“ auf Englisch. Nach der Arbeit  erhielten wir unser erstes Gehalt 900 AUD für 15 Stunden Arbeit. Also 20 AUD pro Stunde, ganz gut für den Anfang. Auch kann es ja mal  sehr hilfreich sein, dass der Farmer uns eine „reference“ schrieb.  Wir starteten weiter Richtung Norden und nahmen uns vor,  nachts das Working-Hostel in Griffith zu erreichen ( 4 Stunden Fahrt bei Nacht). Vorher gingen wir noch für die nächsten 4 Tage einkaufen und fuhren dann um 20:00 Uhr los. Die Stimmung im Auto war super und die Musik sehr gut. Wir waren alle froh, dass es nach Norden ging, denn da soll es viel wärmer sein. Durch unser voriges Telefonat mit dem Hostelbesitzer waren wir guter Dinge, dass es in Griffith einen Job für uns geben würde.

Ein sehr schönes Kompliment vom Arbeitgeber

Um 12 Uhr ging es heute erst los. Es regnete sehr stark, und wir mussten die gleiche Arbeit machen wie die Tage zuvor. Doch diesmal war es richtig dreckig (Bild von mir im Dreck). Der Farmer sagte ab der Hälfte zu mir „you’re too enthusiastic“. Das war wie Musik in meinen Ohren. 🙂 Als der Farmer weg war, fuhren wir eine Runde mit dem Quad auf dem Gelände herum ( Video: https://www.facebook.com/photo.php?v=202945526544669&l=7920244323024990794). Danach gab es dann noch einmal ziemlich schwere, körperliche Arbeit für 2 Stunden. Und dann eine eiskalte Dusche (warmes Wasser war ausgefallen, genauso wie Strom). Naja, Hauptsache sauber nach der Arbeit. Danach kochten wir uns unser letztes Essen (Vorrat hielt doch nicht ganz 3 Tage). Mit gefülltem Magen schnitt ich meinen beiden Freunden die Haare. Danach unterhielten wir uns noch eine Weile (leider auf Deutsch, aber in Englisch träumen reicht ja erst einmal) über verschiedene Dinge und lernten uns so immer besser kennen. 🙂 Der Farmer sagte uns, dass Morgen unser letzter Tag wäre, da er nicht mehr genug Arbeit hätte. Also gingen wir die letzte Nacht in unseren warmen Betten schlafen.:)

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